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Merlijn - 05 / Jun / 2026

Die Reise deiner Shampooflasche: von der Tonne bis zum Recycling

Was passiert eigentlich, nachdem du deine leere Shampooflasche in den Plastikmüll wirfst? Viel mehr, als du denkst! In diesem Blog verfolgen wir die komplette Reise deiner Verpackung: von der Sammeltonne bis zu einem brandneuen Produkt.
Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft. Was sind die nachhaltigen Alternativen zu Plastik? Und wie machen Niyok, Derma und Moomin Baby ihre Verpackungen grüner? Und zum Schluss: Was kannst du tun, um wirklich einen Unterschied zu machen?

Die Reise deiner Shampooflasche: von der Tonne bis zum Recycling
Blog

Was passiert mit deiner Shampooflasche, nachdem du sie weggeworfen hast?

Du drückst den letzten Tropfen heraus, setzt den Deckel auf und wirfst die Plastikflasche in die orangefarbene Tonne. Fertig. Na ja, fertig? Denn was danach passiert, ist deutlich interessanter, als die meisten Menschen denken. Und es hängt zudem erheblich davon ab, was du genau wegwirfst.

Während wir in früheren Blogs viel Aufmerksamkeit auf die Produktion von Produkten gerichtet haben, verfolgt dieser Blog das Leben deiner Shampooflasche, nachdem du sie weggeworfen hast. So zeigen wir, wie Recycling funktioniert, auf welche Weise du Plastik sparen kannst und was die besten umweltbewussten Optionen in unserem Pflegesortiment sind.

Zum Schluss werfen wir noch einen Blick in die Zukunft. Was sind nachhaltige Alternativen zu Plastik-Shampooflaschen? Und falls dein Favorit nun einmal in Plastik verpackt ist, wie kannst du dann die negative Umweltauswirkung verringern?

Zuerst: Wie viel Plastik gibt es eigentlich?

2024 wurden weltweit noch gut 430 Milliarden Kilo neues Plastik produziert. Das entspricht ungefähr einem großen Blauwal pro Erdbewohner. Etwa 12 % davon bestehen aus PE-HD- oder PE-MD-Plastik. Diese beiden Sorten werden wegen ihrer Festigkeit und relativ niedrigen Kosten verwendet. PMD steht für Plastik, Metall und Getränkekartons. Du findest es in Leitungen, Waschmittelflaschen und wahrscheinlich auch in deiner Shampooflasche.

Für Plastik wird sehr viel Erdöl benötigt. 10 % der weltweiten Ölvorräte gehen in die Produktion von Plastik. Erdöl ist ein endlicher Rohstoff: einmal verbraucht, ist es weg. Die Gewinnung und Verarbeitung verursachen zudem CO2-Emissionen, lange bevor deine Shampooflasche überhaupt im Laden steht.

Trotzdem verwenden viele Menschen noch immer Plastik. Das liegt daran, dass Plastik nicht grundsätzlich ein schlechtes Material ist. Es ist leicht, stark, hygienisch und relativ günstig zu transportieren. Für viele Anwendungen, etwa im medizinischen Sektor, in der Lebensmittelindustrie und im Transport, gibt es zudem noch keine gute Alternative. Genau hier kommt Recycling ins Spiel. So muss „weggeworfen" nicht gleich „verloren" bedeuten.

Schritt 1: Sammeln

Das Sammeln geht heutzutage mit dem sorgfältigen Trennen von Abfall einher. Aber das unterscheidet sich je nach Land und sogar je nach Stadt: In Amsterdam wird Abfall zum Beispiel nicht getrennt. Dort findet das eigentliche Trennen erst in industriellen Sortieranlagen statt. In diesen Anlagen wird alles nach Sorte getrennt gehalten, zerkleinert und zu Granulat verarbeitet. Folie, Plastik und Metall werden so voneinander getrennt.

Das ist nicht immer ganz einfach. Es gibt nämlich noch einen Unterschied zwischen hartem und weichem Plastik. Bei hartem Plastik kannst du an Gartenstühle und Kinderspielzeug denken. Das darf nicht in den Plastikmüll, sondern muss zum Wertstoffhof. Bei weichem Plastik kannst du zum Beispiel an Lebensmittelverpackungen, Getränkekartons oder Shampooflaschen denken.

Auch für uns als Verbraucher ist die Unterscheidung zwischen den Abfallsorten nicht immer leicht zu treffen. Deshalb wurde eine Checkliste entwickelt. Erfüllt es alle Anforderungen? Dann wirf es ruhig in den Plastikmüll.

✔️ Ist es eine Verpackung? ✔️ Ist es leer? ✔️ Kommt es aus der Küche oder dem Badezimmer?

Schritt 2: Granulat

Granulat entsteht, nachdem du Plastik zerkleinert hast. Es gibt verschiedene Granulatsorten, die von der Sortieranlage voneinander getrennt wurden. Granulat ist eigentlich ein neuer Rohstoff, aber vollständig zirkulär. Du kannst daraus alles Mögliche machen: Stifte, Gießkannen, Bierkästen, Schlafsäcke und … Shampooflaschen.

Marcel Belt, Gründer von Marcel's Green Soap, formulierte es so: „Aus recyceltem Plastik kann man eigentlich fast alles machen, was auch ganz normal aus neuem Plastik hergestellt wird."

Hoe Marcel Belt met Marcel's Green Soap een duurzaam merk bouwde

Schritt 3: Neue Produkte

Anschließend werden Big Bags voll Granulat zu Fabriken transportiert, die dies zu Plastikprodukten wie Verpackungsmaterial umformen. Dann sieht das Granulat noch weiß aus. Wenn man es erhitzt, verändert sich die Struktur des Plastiks. Während das Granulat erhitzt und zu deinen Plastikprodukten geschmolzen wird, wird das Weiß erkennbar durchsichtig.

Nachdem das Granulat zu einer heißen, gleichmäßigen Masse geschmolzen ist, wird es gepresst. Diese Substanz wird über kalte Walzen geführt, wodurch erkennbare Plastikfolienrollen entstehen. In Folienform geht das Plastik wieder zu einer anderen Fabrik, wo es in eine Form gegossen wird, zum Beispiel in die einer Plastikschale. Und siehe da: deine neue Shampooflasche!

Die Reise einer Shampoo-Bar

Eine Shampoo-Bar macht natürlich nicht dieselbe Reise wie eine Plastik-Shampooflasche. Nimm die Niyok Solid Shampoo Bar. Diese enthält keine (Mikro-)Plastik, Parabene oder Silikone und ist Zero Waste. Netto beträgt der Umweltgewinn das Doppelte der Anzahl Plastikflaschen wie der Behälter des Shampoos.

Um deine Shampoo-Bar aufzubewahren, kannst du aus mehreren umweltfreundlichen Optionen wählen. Wähle zum Beispiel den magnetischen SOAPI-Seifenhalter. Diesen klebst du an die Wand. Mit einem einfachen Flaschendeckel in deiner Seife hängst du deine Seife sicher und trocken auf. Eine andere Option ist die Banbu-Korkaufbewahrungsdose, vollständig recycelbar und 100 % biologisch abbaubar!

Arbeiten an recycelten Verpackungen

Der Umstieg auf recyceltes Plastik oder eine biologisch abbaubare Verpackung ist für kein Unternehmen ein einfacher Schritt. Viele Unternehmen befinden sich deshalb jetzt im Wandel. Sie verwenden immer mehr biologische Materialien oder arbeiten an Techniken und Prozessen, die den Abfallprozess nachhaltiger machen.

Denke zum Beispiel an das dänische Derma. Sie streben eine Verringerung von 40 % bis 2027 bei der Verwendung nicht-recycelbarer Materialien an. Derzeit experimentieren sie mit recycelbaren Tuben und Flaschen. Insgesamt ist das Ziel, die mit Verpackungen verbundenen CO2-Emissionen bis 2030 um 30 % pro Produkt zu senken.

Oder nimm Moomin Baby. Sie arbeiten bereits mit einigen biologisch abbaubaren Materialien wie Zellulose. Aber weil es noch keine biologisch abbaubare Windel auf dem Markt gibt, ist es schwierig, diese jetzt schon selbst anzubieten. Deshalb versuchen sie, die Rahmenbedingungen einzuschränken, etwa CO2-Emissionen und den Transport von Materialien. Die Verpackung besteht jetzt aus 60 % recyceltem Plastik, das wieder erneut verwendet wird.

Was kannst du tun?

Im Recyclingprozess sind letztlich nicht die Abfalldienste, sondern wir selbst am Zug. Spüle Verpackungen kurz aus, bevor du sie wegwirfst. Wirf Deckel und Flasche zusammen weg und nutze die Checkliste, wenn du zweifelst. Das spart dem Sortiersystem enorm viel Energie.

Versuche außerdem, möglichst Produkte mit recyceltem Plastik oder einer biologisch abbaubaren Alternative zu verwenden. Oft ist recyceltes Plastik leicht verfärbt, aber das tut der Qualität oder Hygiene absolut keinen Abbruch. Du kannst es also ruhig verwenden! Und wenn du den Umstieg auf eine Shampoo-Bar in Erwägung ziehst: Probiere es einfach mal aus und schau, ob es zu dir passt.

Quellen: HVC Groep | How they do it | Milieuservice Nederland | Matric BCG | Dermapharm | Moomin Baby |

Bilder: Plastikkörner | Our World in Data | Greenpeace UK | Marcel's Green Soap | Dermapharm

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